Kräutergarten - Gartenkultur Königshain

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Kräutergarten

Der Kräutergarten ist der umfangreichste und wichtigste Teil unserer Schau- und Lehranlagen.  

Dieser wurde auf einer ehemals von wildem Gehölzaufwuchs bedeckten Fläche angelegt. Nach deren Planierung wurde zunächst damit begonnen, Pflanzen zusammenzutragen, die für das Vorhaben „Heilpflanzen“ geeignet erschienen. Es zeigte sich bald, dass die einzelnen Quartiere offenbar von sehr unterschiedlicher Bodenqualität sind und bodenverbessernde Maßnahmen teilweise dringend geboten schienen. So ergab sich, dass - je nach Pflanzenwachstum – Aufbringen von Komposterde und Düngung mit Pferdemist bzw. Kunstdünger erfolgten. Durch Berücksichtigung der Bodenansprüche einzelner Pflanzengruppen hat sich eine Bepflanzung ergeben, welche die mosaikartige Verteilung einzelner Bodenqualitäten widerspiegelt (z.B. Thymian in sandigen und trockenen Bereichen, Rhabarber in nährstoffreichen, schwereren Böden).
Es ergab sich später, dass neben heimischen und sonstigen Heilpflanzen auch verschiedene Gemüsearten und -Sorten, Giftpflanzen, Färberpflanzen, Bienenweidepflanzen u.a. in das Sortiment aufgenommen wurden, die zur Vielfalt des Gartens beitragen. Der damit gegebene Blütenreichtum über viele Monate ist eine gute Nahrungsquelle für viele Insekten (z.B. Schmetterlinge, Bienen, Wespen, Käfer und Fliegen). Die Vielzahl teilweise recht wenig verbreiteter Kräuter bietet gute Existenzmöglichkeiten für zahlreiche (spezialisierte) Pflanzensaftsauger (z.B. Zikaden, Wanzen und Blattflöhe). Auf diese Weise ist der Kräutergarten auch ein Beitrag zum aktiven Naturschutz.

Um den Ansprüchen, die an einen Schau- und Lehrgarten zu stellen sind, gerecht zu werden, wurde auf die Beschriftung besonderes Augenmerk gerichtet.Schilder mit Bemerkungen zu einzelnen Pflanzengruppen (z.B. Heilpflanzen) stehen an den jeweiligen Beetabschnitten.
An (fast) allen Pflanzen wurden Etiketten aufgestellt, die nach folgendem Muster erstellt wurden:

Die untere Reihe sind Hinweise zum Verwendungszweck. Die dabei verwendeten Symbole wurden selbst erstellt; ihre Bedeutung wird am Garteneingang wie folgt erläutert.

Ursprünglich war die Anlage relativ fein parzelliert, die einzelnen Beete hatten größtenteils nur eine Länge etwa 2m lang und eine Breite von 0,5 – 1m. Das hatte den Vorteil, dass die Besucher an jede Pflanze auf den umgebenden Wegen herantreten konnten. Die Beherrschung des auf den Wegen aufkommenden „Unkrautes“, das immer häufiger auch in die bepflanzten Bereiche hineinwuchs, war hier ein Hauptproblem. Nach Ausprobieren mehrerer Varianten ist es 2010 mit Unterstützung der Gemeinde Königshain gelungen, eine gute Lösung zu finden:
Die Anzahl der Wege wurde reduziert, die Beetflächen (wesentlich) vergrößert und die zu bepflanzenden Abschnitte durch Steinumrandungen von den Wegen getrennt.

Die verwendeten Symbole für die einzelnen Pflanzen wurden selbst erstellt; ihre Bedeutung wird am Garteneingang wie folgt erläutert:
Es gibt darüber hinaus einige Verwendungen, die nicht symbolisch ausgewiesen werden,
 so etwa „Wohlfühl-Pflanzen“, „Gute-Laune-Pflanzen“ u.v.a.m.


Der Kräutergarten beherbergt aufgrund der großen Anzahl von Arten und Sorten (ca. 400) meist nur wenige (bis nur eine) Pflanze(n) der einzelnen Vertreter Wir möchten aber, ohne dass die Pflanzen geschädigt werden, den Besuchern die Möglichkeit bieten, geringe Mengen von einzelnen Arten (z.B. als Gewürz) selbst zu entnehmen. Dazu soll folgendes Schild am Eingang (in Vorbereitung) einladen:
Wir sind auch immer bestrebt, weitergehende Informationen – z.B. zur Verwendung ausgewählter Pflanzengruppen – einem möglichst breiten Besucherkreis zugänglich zu machen. Ein erster Versuch ist der Broschüre zu entnehmen:


Die aktuelle Bepflanzung ist dem Lageplan des Gartens zu entnehmen. Eine Gesamtübersicht über den derzeitigen Arten- und Sortenbestand gibt die Tabelle „Pflanzen in der Kräutergärten des Schlosses Königshain“ .
 
10.01.2016
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